Don’t judge – mit NLP Mitgefühl schenken!

Ich möchte diesen Blogbeitrag mit einer kurzen Geschichte beginnen:

Es sitzt ein Vater mit seinen zwei kleinen Kindern im Zug. Die Kinder schreien laut rum, sind zappelig und springen von A nach B. Die anderen Fahrgäste könnten sich eventuell gestört fühlen, denn den Vater scheint es nicht allzu sehr zu interessieren, dass seine Kinder mit ihrem Lärmpegel den ganzen Wagon belasten könnten. Eine junge NLPlerin sitzt zufällig auch in diesem Abteil. Während ihrer NLP Practitioner- Ausbildung hatte sie gelernt, dass man anderen Menschen wertfrei begegnen sollte, denn das, was wir von anderen sehen, ist lediglich ein Ausschnitt aus deren Leben. Man kann nie wissen, was die jeweilige Geschichte unserer Mitmenschen beinhaltet.

Beitragsbild

Damit man über andere urteilen könnte, müsste man erst einmal deren Mokassins anziehen und mit diesen durch das Leben gehen. Nur so könnte man wirklich fühlen, was im Anderen vorgeht. Und da die junge NLPlerin ihre eigenen Sneaker trug und voller Mitgefühl und Liebe durch das Leben ging, fragte sie den Mann mit einer warmen Stimme und einem freundlichen Lächeln: „Ist alles in Ordnung bei Ihnen?“ Der Mann schaute sie traurig an: „Wir waren gerade auf der Beerdigung meiner Frau. Wir sind alle drei ganz verwirrt und wissen noch nicht, wie wir mit diesem Verlust umgehen sollen.“ Die junge Frau war sich selbst in diesem Moment einfach nur dankbar dafür, dass sie sich damals für die NLP-Practitioner Ausblidung entschiedenund gelernt hatte, dass eine Differenzierung zwischen WAHRNEHMUNG und INTERPRETATION das A und O für zwischenmenschliche Beziehungen ist.

Sie hätte den Mann auch forsch darauf ansprechen können, dass seine Kinder die anderen Fahrgäste nerven. Doch die NLP-Ausbildung hatte ihr wertvolle Erkenntnisse gebracht, die sie in jederlei Hinsicht zu einem liebevollen Menschen gemacht hatten. Eine dieser Erkenntnisse ist:

Deine Wahrnehmung ist Falschnehmung.

Ist Dir eigentlich schon mal aufgefallen, dass du ständig alles bewertest? Es passiert etwas und du bewertest es kategorisch in ‚gut‘ und ‚schlecht‘. Situationen, Ereignisse, Dinge und Menschen – ganz egal: Wir nehmen nicht nur mit unseren 5 Sinnen wahr, sondern interpretieren alles, ohne es zu bemerken. Schau‘ dir das Beitragsbild oben nochmal genauer an. Denke dir im ersten Schritt das Schattenbild weg. Beschreibe, was du wahrnimmst. Stell‘ Dir vor, du telefonierst mit jemandem und erklärst der Person am Ende der anderen Leitung, was du auf diesem Foto siehst:

Was kannst du wahrnehmen, wenn du dir das Schattenbild an der Wand wegdenkst? Du siehst ein kleines Mädchen und einen jungen Mann mit einer Blume in der Hand. Sie hat ein schwarzes Kleid an und sein Outfit ist auch schwarz. Er hält in der einen Hand ein rotes Blümchen und die andere Hand hat er in seiner Hosentasche. Sie schaut die Blume an und hat ihre Hände hinter dem Rücken. Das ist alles, was du bzw. wir alle mit unserem Auge WAHRNEHMEN können.

Jetzt zum Schattenbild: Wie bereits erwähnt, interpretieren und bewerten wir ständig Menschen, Situationen, Dinge und auch uns selbst. Viele werden die Situation auf dem Bild (OHNE DAS SCHATTENBILD) wohl als bedrohlich für das kleine Mädchen empfinden. Denn er möchte ihr diese Blume schenken und womöglich möchte er sie anlocken, um ihr etwas anzutun. Diese Geschichte erzählt uns unser Gehirn automatisch. Wir sehen einen etwas anders frisierten Mann und ein kleines Mädchen, nehmen wahr, wie er ihr eine Blume schenken möchte und unser Gehirn interpretiert die Situation bereits! Doch in Wahrheit kann es auch so sein, wie das Schattenbild zeigt: Das Mädchen ist die ‚Böse‘ und er ist der ‚Gute‘.

Deine Wahrnehmung ist Falschnehmung.

Dieses automatische Bewerten kommt aus der Evolution. Für unsere Vorfahren war diese automatische Funktion des Nervensystems von großem Vorteil. Waren sie beispielsweise bei der Jagd irgendwelchen Gefahren ausgesetzt (einem Säbelzahntiger z.B.), schaltete sich direkt der Sympathikus ein. Dieser Teil des vegetativen Nervensystems, der bei äußeren scheinbaren und tatsächlichen Gefahren aktiviert wird, sorgt dafür, dass schlagartig Adrenalin in unserem Körper freigesetzt wird. Die Muskelkraft sowie die Atemfrequenz erhöhen sich. Da die Muskeln angespannt sind, konnten unsere Vorfahren bei einer Begegnung mit einem Säbelzahntiger also ganz schnell wegrennen oder kämpfen.

Doch wir bewerten noch heute ständig Dinge, die nicht lebensnotwendig sind. Und dazu gehören insbesondere unsere Mitmenschen oder unser eigenes Leben. Ständig regen wir uns über andere auf, möchten, dass alle unserer Meinung sind und blenden hierbei aus, dass jeder ein anderes Modell der Welt hat. Du erschaffst deine eigene Realität. Du bist du, lebst dein Leben, doch letztendlich ist es deine Haltung, die deine Realität bestimmt. Du kannst in jedem Moment, bei jeder Begegnung mit einem Menschen, bei jedem „Fehler“, den du begehst, von neuem die Entscheidung treffen, wie du dem gegenüberstehen willst. Du hast die Macht über dich.

Bedenke immer: Wir sehen lediglich einen Ausschnitt aus dem Leben eines anderen. Deswegen solltest du bewusst ein Zeitfenster einbauen, bevor du das, was du subjektiv wahrnimmst (Jeder hat eine andere Wahrnehmung!), bewertest bzw. interpretierst. Im Idealfall bewertest du einfach nichts und niemanden mehr.

Die Welt braucht liebevolle Menschen, die ihren Mitmenschen Mitgefühl, Verständnis und Empathie entgegenbringen. Mit NLP kannst du diese Tugenden verstärken. In der NLP-Practitioner Ausbildung lernen wir nicht nur, uns selbst gut zu tun, sondern auch unseren Mitmenschen wertfrei zu begegnen. Wenn du ein Teil der NLPlerINNEN sein möchtest, dann schau‘ vorbei!

Liebe Grüße, NLP-Zauberlehrling,

Elifcan 🙂

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