Lerne mit NLP die Sprache der anderen kennen!

Stell' dir mal vor, du sprichst ausschließlich Deutsch und bereist eine Insel, dessen Sprache du nicht sprichst. Du landest gut und sicher, nimmst den Bus vom Flughafen zu deiner Unterkunft, richtest dich ein, machst einen Mittagsschlaf, um dich danach fit und erfrischt auf Erkundungstour zu begeben. Du schlenderst den Strand entlang, isst ein leckeres Eis und genießt dabei die Abendsonne. Am Abend findest du nicht mehr nach Hause, denn dein Akku ist leer und folglich kannst du das Navigationssystem auf deinem Handy nicht mehr benutzen. Es ist schon ziemlich spät geworden. Und jetzt, bei Dunkelheit, fühlt sich das alles eher unheimlich an, denn du kennst den Ort nicht und es sind auch nur wenige unterwegs. Diese wenigen Personen könntest du theoretisch fragen, in welche Richtung du musst, um zu deinem Stadtteil zu gelangen. Theoretisch. Du sprichst aber leider nicht die Sprache dieser Insel. Es wird wohl schwierig für dich werden, jemanden um Hilfe zu bitten.
Du würdest in solch einer Situation sicherlich eine andere Lösung finden, das ist mir klar. Doch der Aufenthalt auf dieser Trauminsel würde einfacher für dich verlaufen, wenn du die Sprache der anderen sprechen würdest.

Im obigen Beispiel ist mit Sprache das gemeint, was wir primär darunter verstehen (also Sprachen wie Deutsch, Englisch, Italienisch,.etc.). Doch in diesem Beitrag steht Sprache metaphorisch für die unterschiedlichen Wahrnehmungsarten.

Lass' mich dir das erklären:

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Lass' mich dir das erklären:

Wir Menschen nehmen Informationen über unsere fünf Sinne wahr. Diese werden unterteilt in
V =Visuell > AUGE
A =Auditiv > OHR
K = Kinästhetisch > HAPTIK
O =Olfaktorisch > NASE
G =Gustatorisch > MUND/ZUNGE/GESCHMACK

Die Informationen, die wir über die letzten zwei Sinne (Riechen und Schmecken) wahrnehmen, gehen direkt ins Gehirn, um dort verarbeitet zu werden. Wenn du beispielsweise ein Stück Schokoladenkuchen isst, landen die Geschmacksinformationen direkt, also ohne Umwege, in deinem Gehirn.

Bei den ersten drei Wahrnehmungstypen (=VAK) hingegen sieht das anders aus. Die Informationen, die wir über unsere Augen, Ohren und der Haptik wahrnehmen, geleiten über jeweilige Kanäle in unser Gehirn. Hierbei hat jeder seine Präferenz, über welchen Kanal sie/ er Informationen am besten verarbeitet. Wir werden also grob unterteilt in VISUELLE, AUDITIVE und KINÄSTHETISCHE Wahrnehmungstypen.

Visuell, auditiv und kinästhetisch sind als unterschiedliche Sprachen zu betrachten. Menschen, die z.B. überwiegend den visuellen Kanal präferieren und bei denen Informationen durch das visuelle Kanal hindurchgehen, bevor sie im Gehirn ankommen, kannst du besser erreichen, indem du in einer visueller Sprache mit ihnen sprichst. Einer, der den auditiven Kanal präferiert, fühlt sich bei jemandem, der in auditiver Sprache mit ihm spricht, am besten aufgehoben. Wenn du z.B. als Autoverkäufer tätig bist, kannst du deine Informationen gezielt auf deine Kunden anpassen. Unterschiedliche Kundentypen präferieren unterschiedliche Wahrnehmungskanäle. Dem visuellen Kunden solltest du von Farben und Formen erzählen, denn die Ästhetik spielt eine wichtige Rolle für ihn. Außerdem denkt er in Bildern und stellt sich die Dinge bildlich vor. Den auditiven Kunden machst du glücklich, wenn du ihm davon erzählst, wie gut der Sound des Motors klingt. Der kinästhetische Kunde hat Freude daran, wenn er eine Probefahrt machen und fühlen kann, wie es ist, in dem jeweiligen Auto zu sitzen und das Lenkrad anzufassen.

Das hat übrigens nichts mit Manipulation zu tun, sondern vielmehr mit Respekt.

Die Sprache des anderen verstehen und sprechen zu wollen, heißt, einen respektvollen Umgang anzustreben. Du bist interessiert daran, einen Zugang zu deinem Gesprächspartner zu finden.

Es ist sicherlich in deinem Interesse, dass deine Botschaft bei deinem Gegenüber im Gehirn ankommt.

Hast du schon mal etwas von selektiver Wahrnehmung gehört? Wir Menschen nehmen unsere Umwelt selektiv wahr. Alles, was uns nicht interessiert, blenden wir automatisch aus.

Aus diesem Grund kommen deine Informationen zu deinem Gegenüber nicht hindurch – vorausgesetzt, du sprichst seine Sprache. Dann kannst du deine Botschaft so formulieren, dass es in ihrem/seinem Gehirn ankommt.

Wenn du weißt, welche Sprache dein Gegenüber spricht und wie du die Tore zu seinem Gehirn am besten durchlaufen kannst, wird jedes Gespräch, das du führst, zu einem vollen Erfolg!

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Wenn du weißt, welche Sprache dein Gegenüber spricht und wie du die Tore zu seinem Gehirn am besten durchlaufen kannst, wird jedes Gespräch, das du führst, zu einem vollen Erfolg!

Denn durch effektive Skills, die du dir während deiner NLP Ausbildung aneignen kannst, wirst du lernen, den anderen zu lesen und zu verstehen. Es wird dir gelingen, den Zustand des anderen zu verändern und deinen Mitmenschen das zu geben, was sie brauchen. Und das sagt übrigens nichts über deine Identität aus. Du bist immer noch Du. Wenn du die Sprache der anderen sprichst, heißt das nicht, dass du ein Chamäleon bist, der sich anpasst und dauernd verstellt. Die Sprache der anderen zu sprechen, heißt, sich selbst zu kennen, den anderen kennenzulernen und diese beiden unterschiedlichen Sprachen so miteinander zu kombinieren, dass ein respektvoller Umgang stattfindet, bei dem die Botschaften beim jeweils anderen ankommt.

Es gibt ein türkisches Sprichwort, mit dem ich diesen Beitrag abschließen möchte:

Eine Sprache, ein Mensch.

Zwei Sprachen, zwei Menschen.

Mehrere Sprachen zu sprechen – seien es Sprachen wie Englisch, Französisch oder Spanisch oder die Wahrnehmungsarten, von denen hier die Rede ist – bedeutet eine Bereicherung. Je mehr Sprachen du sprichst, desto mehr verfügst du über die Fähigkeit, Menschen zu berühren, sie zu verstehen und mit ihnen zu kommunizieren.
NLP lehrt dir die zwischenmenschliche Sprache.

Ich wünsche dir einen schönen Tag,

dein NLP-Zauberlehrling,

Elifcan

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