Male das Bild deines Traumlebens – mithilfe der Neurologischen Ebenen

Nachdem ich vor einem Jahrzehnt die Realschule beendet hatte, entschloss ich mich dazu, mein Abitur zu machen. In der Stadt, in der meine Familie und ich damals wohnten, gab es kein weiterführendes Gymnasium. In unserer Umgebung gab es auch nicht die für meinen Geschmack besten Angebote. Eine Busfahrtstunde von unserer Stadt gab es zwei Gymnasien, die mich damals beide nicht wirklich begeisterten, doch da ich mein Abitur um jeden Preis machen wollte, entschied ich mich für das Wirtschaftsgymnasium.

Ich hatte mit dem Profilfach BWL damals nicht viel am Hut. Kontensysteme, Bilanzierung, Buchführung - all das erschien mir als eine fremde Welt. Folglich war mein Start in diesem Bereich nicht gerade von Erfolg gekrönt. Diese Welt war für mich schwer fassbar und ich konnte keine Verbindung dazu herstellen. Ich gab mir Mühe und lernte viel, doch der Kampf wurde von einem Glaubenssatz begleitet, den ich erst im Nachhinein entlarven konnte: Ich bin nicht gut in BWL.

Ich hatte mich also damit abgefunden, dass BWL eben nicht zu meinen Stärken gehörte. Mein Lehrer war nicht gerade der geborene NLPler. Sonst hätte er mir als Pädagoge dabei helfen könnenzu erkennen, dass ich aufgrund falscher Glaubenssätze in Bezug auf das Fach und auch auf mich selbst (nämlich: Ich bin nicht gut in BWL, vielleicht bin ich zu dumm dafür und BWL ist voll der Scheiß), mir selbst im Weg stehe.

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Eine Lehrperson mit NLP-Ausbildung hätte mir eine Unterstützung dabei sein können, Selbstvertrauen im Fach BWL zu gewinnen. Stattdessen bestärkte er mich sowohl in persönlichen Gesprächen als auch beim Zurückgeben der Klausuren in dem Gefühl, eine Loserin in BWL zu sein.

Wäre ich damals schon NLPlerin, wären mir sicherlich die Neurologischen Ebenen von Robert Dilts vertraut. Dieses einfache Modell der Beschreibung von persönlicher Veränderung, Lernen und Kommunikation hätte mir einen Rahmen geboten, Informationen aus verschiedenen Ebenen zu sammeln. Durch diese Informationen hätte ich den Punkt identifizieren können, an dem ich arbeiten muss, um die gewünschte Veränderung (gute Noten im Fach BWL) zu erreichen.

Dilts Modell der Neurologischen Ebenen (siehe Grafik unten) hilft uns dabei, Veränderungen in unserem Leben herbeizuführen und die Person zu sein, die wir sein wollen! Wenn du unzufrieden in verschiedenen Bereichen deines Lebens bist, kannst du mithilfe dieser Pyramide herausfinden, welche Schritte du gehen musst, um deine gewünschte Veränderung zu erzielen. Die Pyramide hilft dir im Grunde genommen bei der Beantwortung folgender Frage:

Was muss ich machen, um die Person zu werden, die ich sein will?/
Wie male ich das Bild meines Traumlebens?

Anhand eines Beispiels gehen wir die neurologischen Ebenen im Folgenden gemeinsam durch:
Nehmen wir an, du möchtest regelmäßig joggen gehen. Du hast es dir schon lange vorgenommen, aber jeden Abend chillst du doch lieber auf der Couch.

WIESO MACHST DU ES NICHT? WIESO GEHST DU NICHT JOGGEN?

Vielleicht denkst du dir Ach egal, ich bin eh nicht der Jogger-Typ (EBENE DER IDENTITÄT) oder aber Ich kann nicht joggen (EBENE DER GLAUBEN(SSÄTZE) UND WERTE).

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Gehen wir die Ebenen von unten nach oben durch:

UMWELT: Alles, worauf wir reagieren; unsere Umgebung und andere Menschen, denen wir begegnen.
Was auf dieser Ebene könnte ein Hindernis dafür sein, dass du regelmäßig joggen gehst? Wer oder was hindert dich an deinem Plan?

VERHALTEN: Das sind die konkreten Handlungen, die wir unabhängig von unseren Fähigkeiten ausführen.
Welche konkreten Handlungen bzw. Nicht-Handlungen hindern dich, joggen zu gehen?

FÄHIGKEITEN: Das sind Fertigkeiten und Strategien, über die wir verfügen und die wir in unserem Leben benutzen.
Welche Fähigkeiten fehlen dir, damit du joggen gehen kannst?

GLAUBEN&WERTE: Das sind die Überzeugungen, die für uns wahr sind und an die wir glauben. Wir benutzen diese Glaubenssätze und Werte als Grundlage für unser alltägliches Tun. Glaubenssätze können uns bestärken oder blockieren.
Welche Glaubenssätze/Überzeugungen könnten dich davon abhalten, joggen zu gehen?

IDENTITÄT: Das ist unser SELBSTBILD. Unsere tiefen Werte und unsere Mission im Leben schwingen auf dieser Ebene.
Was ist dein Selbstbild in Bezug auf das Joggen? Denkst du womöglich, dass du eben kein/e Jogger/in bist? Oder fällt es dir schwer, in dir selbst eine sportliche Person zu erkennen?

ZUGEHÖRIGKEIT: Zu wem oder was fühlen wir uns zugehörig? Hier sind Kollektive gemeint, zu denen wir uns zugehörig fühlen. Familie, Freunde, Partner, Nation, Welt, Universum.
Fühlst du dich zugehörig zu den Coach-Potatoes oder zu Gruppen von Menschen, die regelmäßig joggen gehen, um fit zu bleiben?

VISION/SPIRITUALITÄT: Das ist die tiefste Ebene. Hier betrachten wir metaphysische Fragen und spielen sie durch. Wieso sind wir hier? Was ist der Sinn unseres Lebens? Unser Sein fundiert auf der spirituellen Ebene.
WAS IST DEIN LEBENSSINN? WAS IST DEINE VISION? Was motiviert dich dazu, joggen zu gehen? Inwieweit trägt das Joggen zu deinem Lebenssinn bei?

MALE MITHILFE DER NEUROLOGISCHEN EBENEN DAS BILD DEINES TRAUMLEBENS.

Ich wünsche dir einen schönen Tag,

dein NLP-Zauberlehrling,

Elifcan 🙂

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